
Die schönsten Strände Kroatiens im Überblick
· 7 Min. Lesezeit · René Reinisch
Das Wichtigste in Kürze:
- Kroatien hat sowohl weltberühmte Kiesstrände wie den Zlatni Rat auf Brač als auch echte Sandstrände wie die Rajska Plaža auf Rab.
- Die schönsten Strände verteilen sich auf Inseln wie Brač, Rab, Lopud, Mljet und Dugi Otok sowie auf das Festland bei Brela.
- Wer feinen Sand sucht, muss gezielt planen: Die kroatische Adriaküste ist überwiegend von Kies und Fels geprägt.
- Aktuelle internationale Rankings 2026 rücken mit Podrače Beach und Pasjača Beach zwei weniger bekannte Buchten neben den Dauerfavoriten Zlatni Rat in den Vordergrund.
Kroatiens Küste zieht seit Jahren Strandurlauber an, und das hat einen einfachen Grund: türkisblaues Wasser, schroffe Felsen und Buchten, die aussehen wie aus dem Reisekatalog. Wer allerdings weiche Sandstrände im Kopf hat, sollte genauer hinschauen, denn viele der berühmtesten Strände Kroatiens bestehen aus feinem Kies. Dieser Überblick zeigt, welche Strände wirklich zu den schönsten des Landes zählen und was sie jeweils auszeichnet.
Zlatni Rat: das bekannteste Postkartenmotiv des Landes
Kaum ein Strand steht so sehr als Symbol für Kroatien wie der Zlatni Rat auf der Insel Brač. Die schmale Landzunge ragt wie ein goldenes Horn ins Meer und ändert ihre Form je nach Wind und Strömung immer wieder leicht. Wichtig zu wissen: Der Zlatni Rat ist kein Sandstrand, sondern besteht aus feinen, hellen Kieselsteinen, die im flachen Wasser glitzern.
Gerade diese ungewöhnliche Form macht den Strand so fotogen und erklärt, warum er in praktisch jeder Liste kroatischer Traumstrände auftaucht. Wer dort hin möchte, plant am besten einen Tagesausflug von Split oder Bol aus ein, denn im Hochsommer füllt sich die Landzunge schnell. Für alle, die einen ruhigeren Ort mit ähnlicher Kies-Ästhetik suchen, lohnt sich ein Blick auf weniger frequentierte Buchten der Insel abseits des Hauptstrands.
Rajska Plaža: der lange Sandstrand auf Rab
Wer tatsächlich weichen Sand unter den Füßen spüren möchte, findet ihn auf der Insel Rab. Die Rajska Plaža bei Lopar erstreckt sich über etwa 1,5 Kilometer und gilt als einer der längsten Sandstrände Kroatiens überhaupt. Das Wasser wird hier über eine lange Strecke nur langsam tiefer, was den Strand besonders für Familien mit kleinen Kindern attraktiv macht.
Der Name bedeutet übersetzt „Paradiesstrand“, und die Umgebung liefert dazu passend Pinienwälder direkt am Wasser, die im Sommer Schatten spenden. Anders als bei den steinigen Buchten der Adria braucht es hier keine Badeschuhe. Für alle, die einen Familienurlaub mit echtem Sandstrand planen, ist Lopar auf Rab damit eine der zuverlässigsten Adressen im ganzen Land.
Šunj auf Lopud: Sandstrand nahe Dubrovnik
In der Nähe von Dubrovnik, auf der autofreien Insel Lopud, liegt mit dem Šunj-Strand ein weiterer echter Sandstrand. Die flach abfallende Bucht liegt geschützt zwischen Hügeln und wird über eine kurze Fahrt mit dem Golfwagen oder einen Spaziergang von der Fähre aus erreicht, da auf Lopud keine Autos fahren.
Diese Erreichbarkeit ist gleichzeitig der größte Reiz des Ortes: Wer der Hektik der Altstadt von Dubrovnik entkommen möchte, findet auf Lopud eine ruhige Alternative, die dennoch als Tagesausflug machbar bleibt. Für Reisende, die in Dubrovnik übernachten und trotzdem einen Sandstrand suchen, ist Šunj daher eine naheliegende Wahl.
Saplunara auf Mljet: die kleine Bucht im Nationalpark-Umfeld
Die Insel Mljet ist vor allem für ihren Nationalpark mit den beiden Salzseen bekannt, doch am südöstlichen Ende der Insel liegt mit Saplunara ein weiterer Sandstrand, der deutlich kleiner ausfällt als die Strände auf Rab oder Lopud. Mit rund 150 Metern Länge zählt Saplunara zu den kompakteren Sandbuchten des Landes, punktet aber mit klarem Wasser und einer eher naturbelassenen Umgebung ohne große Strandinfrastruktur.
Wer Mljet ohnehin wegen der Nationalpark-Seen besucht, kann Saplunara gut in denselben Aufenthalt einbauen. Für alle, die ausschließlich wegen des Strands anreisen, lohnt sich der Weg allein wegen der überschaubaren Größe eher weniger.
Sakarun auf Dugi Otok: türkisfarbenes Wasser abseits der Massen
Die Insel Dugi Otok liegt vor Zadar und ist mit der Fähre erreichbar, was den Strand Sakarun etwas ruhiger hält als vergleichbare Strände auf besser angebundenen Inseln. Das Wasser ist hier auffällig türkis, der Strand selbst besteht aus feinem, hellem Sand, der von einem Pinienwald gesäumt wird.
Sakarun wird in aktuellen Übersichten regelmäßig unter den bekanntesten Stränden Kroatiens genannt, und das zu Recht: Die Kombination aus Sand, flach abfallendem Wasser und der etwas abgelegenen Lage sorgt für eine Atmosphäre, die an den stärker frequentierten Buchten der Adria oft fehlt. Wer bereits in Zadar Station macht, sollte einen Tagesausflug nach Dugi Otok fest einplanen.
Punta Rata in Brela: der internationale Preisträger
Punta Rata bei Brela an der Makarska-Riviera zählt zu den international bekanntesten Stränden Kroatiens und wurde in der Vergangenheit mehrfach in weltweiten Rankings genannt. Charakteristisch ist die Kombination aus Kiesstrand, kristallklarem Wasser und einer markanten Felsformation direkt vor der Küste, die zum Wahrzeichen des Ortes geworden ist.
Brela liegt zwischen Split und Makarska und ist damit gut über die Küstenstraße erreichbar, was den Ort touristisch stärker erschlossen hat als etwa die Inselbuchten von Dugi Otok oder Mljet. Für Reisende, die auf dem Festland bleiben und trotzdem einen preisgekrönten Strand erleben möchten, ist Brela die naheliegendste Wahl an der mittleren Adriaküste.
Podrače und Pasjača: die neuen Favoriten internationaler Rankings
Neben den etablierten Klassikern rücken in aktuellen internationalen Bewertungen zwei weniger bekannte Strände in den Vordergrund: Podrače Beach und Pasjača Beach werden in einer 2026er Auswertung noch vor dem Zlatni Rat platziert. Beide Strände liegen abseits der großen touristischen Zentren und profitieren von genau dieser Ruhe, die viele bekanntere Buchten inzwischen verloren haben.
Diese Verschiebung zeigt, dass sich die Wahrnehmung der schönsten kroatischen Strände nicht auf ein starres Ranking festlegen lässt. Wer bereit ist, etwas abseits der ausgetretenen Pfade zu suchen, wird zunehmend mit Orten belohnt, die noch nicht in jedem Reiseführer stehen.
Welcher Strand passt zu welchem Reisetyp
Die Auswahl des passenden Strands hängt stark davon ab, was im Urlaub im Vordergrund stehen soll. Wer mit kleinen Kindern reist und flach abfallendes Wasser sowie feinen Sand braucht, ist mit der Rajska Plaža auf Rab am besten beraten. Für Fotomotive und die klassische Kroatien-Postkarte bleibt der Zlatni Rat auf Brač die erste Adresse, trotz Kiesuntergrund und dichtem Publikum im Sommer.
Wer Dubrovnik besucht und dennoch einen echten Sandstrand sucht, sollte den kurzen Ausflug nach Lopud einplanen. Reisende, die Ruhe über Bekanntheit stellen, finden auf Dugi Otok mit Sakarun oder in den aufstrebenden Buchten Podrače und Pasjača eine gute Alternative zu den überlaufenen Hotspots der Hauptsaison.
Häufige Fragen
Gibt es in Kroatien überhaupt echte Sandstrände?
Ja, allerdings sind sie seltener als Kiesstrände. Die bekanntesten Sandstrände liegen auf den Inseln Rab (Rajska Plaža), Lopud (Šunj), Mljet (Saplunara) und Dugi Otok (Sakarun). An der Nordküste bei Istrien gilt der Strand Zambratija als nördlichster natürlicher Sandstrand des Landes.
Ist der Zlatni Rat wirklich der schönste Strand Kroatiens?
Der Zlatni Rat auf Brač ist der bekannteste und meistfotografierte Strand des Landes, aber nicht zwangsläufig der schönste nach objektiven Kriterien. Aktuelle internationale Rankings 2026 platzieren mit Podrače Beach und Pasjača Beach zwei weniger bekannte Strände sogar davor. Welcher Strand als „schönster“ gilt, hängt stark von persönlichen Vorlieben wie Sand versus Kies oder Ruhe versus Infrastruktur ab.
Welcher kroatische Strand eignet sich am besten für Familien mit kleinen Kindern?
Die Rajska Plaža auf Rab gilt als besonders familienfreundlich, weil das Wasser über eine lange Strecke flach bleibt und der Strand aus feinem Sand statt Kies besteht. Auch Sakarun auf Dugi Otok bietet ähnlich flaches Wasser bei ruhigerer Atmosphäre.
Muss man für die schönsten Strände auf die Inseln fahren?
Nicht zwingend, aber viele der bekanntesten Sandstrände liegen tatsächlich auf Inseln wie Rab, Lopud, Mljet und Dugi Otok. Am Festland überzeugt vor allem Brela mit dem Kiesstrand Punta Rata, der auch ohne Fährfahrt gut erreichbar ist.
Beitragsbild: KI-generiert



