Kurzzusammenfassung
- Der Tierpark Klosterwald in Lich-Arnsburg ist seit 1968 geöffnet und beherbergt auf 4 Hektar rund 200 Tiere – von heimischen Wildtieren bis zu Kängurus und Alpakas.
- Der Eintritt kostet für Erwachsene 5 Euro, für Kinder ab 2 Jahren 2,50 Euro – und das Gelände ist komplett eben und damit barrierefrei begehbar.
- Wer einen entspannten Halbtagesausflug ohne Warteschlangen und Rummelbetrieb sucht, findet hier eine der unterschätzten Freizeit-Adressen in Mittelhessen.
Was erwartet Besucher im Tierpark Klosterwald?
Geheimtipps haben das Problem, dass sie bekannt werden. Beim Tierpark Klosterwald hält sich das bislang in Grenzen – was für alle ein Vorteil ist, die keinen Zoo-Parcours mit Menschenmassen suchen, sondern einen Ausflug, bei dem man tatsächlich ankommt.
Der Park liegt direkt am Waldrand bei Lich-Arnsburg, wenige hundert Meter vom historischen Zisterzienserkloster entfernt, das selbst einen Umweg rechtfertigt. Die Anlage ist eben, übersichtlich und ohne Hektik zu begehen – ein Faktor, den Eltern mit Kinderwagen oder ältere Besucher schnell zu schätzen wissen. Alles ist auf einem flachen Rundweg erreichbar, Parkplätze gibt es kostenlos direkt vor dem Eingang.
Geöffnet ist täglich von 10 bis 18 Uhr, letzter Einlass um 17:30 Uhr. Im Winter kann die Öffnung witterungsabhängig ausfallen – ein kurzer Blick auf die Website lohnt sich bei Frost oder Dauerregen. Der Eintritt ist mit 5 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kleinkinder ab 2 Jahren so günstig, dass selbst ein spontaner Besuch nicht groß kalkuliert werden muss.
Welche Tiere leben im Klosterwald – und was macht den Mix besonders?
Die meisten kleinen Tierparks beschränken sich auf Streichelgehege und Haustierhaltung. Der Klosterwald macht das etwas anders. Das Rückgrat bilden heimische Wildtiere: Damwild, Rotwild, Mufflons, Wildschweine, Luchse, Störche und Fasanen. Wer wissen will, wie ein Luchs wirklich aussieht – nicht im Zoo-Hochglanzgehege, sondern auf solidem Waldparkgelände – bekommt hier eine realistische Vorstellung.
Daneben leben Exoten, die man in diesem Kontext nicht unbedingt erwartet: Kängurus, Emus, Nandus, Lamas, Alpakas und Guanakos teilen sich das Gelände mit Ziegen, Vierhornschafen, Hängebauchschweinen und Eseln. Kleintiergehege mit Hasen, Meerschweinchen und Kaninchen gibt es für die Jüngsten. In Holzvolieren sind verschiedene Sitticharten untergebracht.
Was den Mix interessant macht: Die Kombination aus Wildtieren, Streichelgehege und südamerikanischen Kameliden funktioniert auch pädagogisch – Kinder sehen in einem Rundgang mehr Tierklassen, als viele Schulbücher auf einer Seite zeigen. Ein origineller Nebeneffekt: Das Nebeneinander von Guanako und Rotwild macht deutlich, wie unterschiedlich Körperbau, Verhalten und Sozialstruktur bei Pflanzenfressern ausfallen können.
Aktuell lebt außerdem ein junger Esel namens Fritzi im Park – er hatte einen schwierigen Start, verbrachte nach seiner Geburt im Dezember 2025 zwei Wochen in der Tierklinik Gießen und ist seitdem festes Mitglied der Herde.
Tipps für den Besuch: Füttern, Picknick, Hunde und Anreise
Futter für die Tiere gibt es am Eingang für 2 Euro. Fast alle Tiere dürfen gefüttert werden – mit einer Ausnahme: Die Alpakas sind seit einiger Zeit davon ausgenommen, nachdem der Park dies auf seiner Website explizit kommuniziert hat. Ziegen, Rehe, Zebus und Ponys nehmen Futter dagegen direkt aus der Hand.
Für das Mittagessen gibt es zwei Optionen: Wer eigene Snacks mitbringt, findet entlang der Gehege mehrere Tisch-Bank-Kombinationen, teils unter alten Obstbäumen – im Frühling mit Blütendach. Wer lieber warm isst: Das direkt angrenzende Landhaus Klosterwald ist ein Restaurant mit Außenbereich. Ein Grillplatz auf dem Parkgelände ist ebenfalls vorhanden.
Hunde dürfen an der Leine mit. Das Gelände ist durchgehend eben und gut mit dem Kinderwagen begehbar. Die Anreise funktioniert am einfachsten per Auto – die Adresse lautet Am Klosterwald 1, 35423 Lich. Öffentlicher Nahverkehr ist eingeschränkt verfügbar; vom Bahnhof Lich sind es etwa 3 Kilometer.
Lohnt sich der Ausflug – und für wen eignet er sich besonders?
Wer einen Großzoo mit Elefanten, Affentempel und Themenbereichen sucht, ist hier falsch. Der Klosterwald stellt das nicht in Abrede – und das ist sein stärkstes Argument. Er macht genau das gut, was er macht: ein ruhiger, gepflegter Park mit echtem Tierbestand, erreichbaren Preisen und einer Atmosphäre, die nicht nach Event-Marketing riecht.
Am stärksten punktet er bei Familien mit Kindern bis etwa 10 Jahren, bei Großeltern-Enkel-Ausflügen und bei allen, die einen halben Tag draußen verbringen wollen, ohne vorher zu planen. Auch als Ergänzung zu einem Besuch des Klosters Arnsburg macht die Kombination Sinn – historische Klosterruine plus Tierpark lässt sich entspannt in drei bis vier Stunden verbinden.
Was langfristig für den Park spricht: Er ist seit 1968 in Betrieb. Das ist kein Zufall.
Häufige Fragen
Wie viel kostet der Eintritt im Tierpark Klosterwald? Der Eintritt liegt bei 5 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder ab 2 Jahren. Schüler zahlen 3 Euro, Rentner und Studenten 4 Euro. Tierfutter ist für 2 Euro am Eingang erhältlich. Die Preise stammen aus 2023 – eine kurze Prüfung auf der offiziellen Website vor dem Besuch empfiehlt sich.
Wann hat der Tierpark Klosterwald geöffnet? Der Park ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, auch an Sonn- und Feiertagen. Letzter Einlass ist um 17:30 Uhr. Im Winter können die Öffnungszeiten witterungsabhängig abweichen.
Kann man im Tierpark Klosterwald Tiere füttern? Ja – die meisten Tiere dürfen mit dem am Eingang erhältlichen Futter direkt gefüttert werden, darunter Ziegen, Rehe, Zebus und Ponys. Die Alpakas sind seit einer Regeländerung des Parks ausgenommen und dürfen nicht mehr gefüttert werden.

